Kommt vorbei am Mittwoch 17. Juni um 19.00 Uhr zu Gesprächen, Musik, Gebeten und einem gemeinsamen Essen, während wir unsere “Reise mit dem Roten Kleid” (Red Dress Journey) und Gastrednerin Iris Schweiger fortsetzen.
Spenden von Speisen sowie Hilfe beim Auf- und Abbau sind herzlich willkommen.
Unsere Anerkennung des Landes
Wir anerkennen, dass das Land, auf dem wir uns versammeln, das traditionelle Territorium vieler Völker ist, darunter die Mississaugas of the Credit, die Anishinabe, die Chippewa, die Haudenosaunee und die Wendat. Es ist heute Heimat vieler verschiedener indigener Völker, Inuit und Métis. Dieses Land ist durch den Vertrag Nr. 13 geschützt. Tkaronto ist außerdem Teil des Wampumgürtel-Bündnisses „Dish With One Spoon“, das alle hier Lebenden dazu aufruft, das Land zu teilen und es im Geiste des Friedens, der Freundschaft und der gegenseitigen Fürsorge zu schützen.
Als zweisprachige deutsch-englische lutherische Gemeinde, die vor 70 Jahren gegründet wurde, ist unsere Gemeinschaft seit jeher von Migration, Neuansiedlung und der Suche nach Zugehörigkeit geprägt. Viele der ersten, die sich hier versammelten, waren Neuankömmlinge auf der Suche nach Stabilität und spiritueller Orientierung. Heute umfasst unsere Gemeinde Menschen unterschiedlichster Herkunft, Altersgruppen und Lebensgeschichten, vereint durch den Glauben und den See, der seit jeher unser Nachbar ist.
Verwurzelt in diesem Ort haben wir einen Ort der Gastfreundschaft geschaffen – einen Raum, in dem sich Gottesdienst, Sprache, Kultur und gemeinschaftliche Fürsorge begegnen. Durch Angebote wie „Bowls & Blessings“, bei dem wir im Freien Essen mit bedürftigen Nachbarn teilen, und durch Zusammenkünfte wie unseren „Dinner Church“, zu dem Menschen aus der Umgebung zum Austausch und gemeinsamen Essen kommen, leben wir Gastfreundschaft und Mitgefühl.
Wir sind uns bewusst, dass unsere Fähigkeit, uns zu versammeln, Gottesdienst zu feiern und zu dienen, der Fürsorge der indigenen Völker zu verdanken ist, die dieses Land seit jeher bewahrt haben. Als Antwort darauf verpflichten wir uns zur Gegenseitigkeit – dazu, die Geschichte und die gegenwärtige Realität der indigenen Völker kennenzulernen, die Wahrheits- und Versöhnungsarbeit zu unterstützen und das Land und die Gewässer, die uns erhalten, zu schützen. Wir wollen hier achtsam leben und die Verantwortung ehren, die mit dem Leben in diesem Vertragsgebiet einhergeht. Möge unsere Anwesenheit auf diesem Land Dankbarkeit, Demut und ein gemeinsames Engagement für Gerechtigkeit und Heilung widerspiegeln.
Die Reise des roten Kleides
In Kanada bezeichnet die Reise des roten Kleides ein interaktives Angebot der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada (Ostsynode). Sie reist durch verschiedene Gemeinden, um das Bewusstsein für vermisste und ermordete indigene Frauen, Mädchen und Two-Spirit-Personen (MMIWG2S) zu schärfen und darüber aufzuklären. Das Projekt, das um den Red Dress Day (5. Mai) 2023 ins Leben gerufen wurde, nutzt das rote Kleid als visuelles Symbol, um einfühlsame Gespräche über Versöhnung und das fortwährende Erbe der Residential Schools anzustoßen.
Was ist die Geschichte hinter der Reise des roten Kleides?
Die Geschichte hinter dem „roten Kleid“ ist eine zutiefst bewegende und kraftvolle Erinnerungsbewegung. Sie hat ihren Ursprung im REDress Project, einer Kunstinstallation im öffentlichen Raum, die 2010 von der Métis-Künstlerin Jaime Black geschaffen wurde, um auf vermisste und ermordete indigene Frauen, Mädchen und Two-Spirit-Personen (MMIWG2S) aufmerksam zu machen.
Das Projekt hat sich seither zu einem globalen Symbol entwickelt und wird jährlich am Tag des Roten Kleides (5. Mai) begangen.

