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Wahlergebnis: Pastorin Klappert Beginnt August 2021 In Der MLK

Wahlergebnis: Pastorin Klappert beginnt August 2021 in der MLK

Pastorin Annika Klappert

Der Prozess der Wahl einer neuen Pfarrerin für unsere Gemeinde ist mit einem klaren und eindeutigen Ergebnis zu ihrem Ende gekommen. Wir freuen uns Ihnen und Euch mitteilen zu können, dass Pastorin Annika Klappert mit einer Stimmenmehrheit von 82,8% als unsere neue Pastorin bestätigt wurde. Somit wird ihre Amtszeit am 1. August, 2021 beginnen. Wir danken für Ihre rege Teilnahme an der Abstimmung mit 145 abgegebenen Stimmen von denen 20 Briefwahlstimmen und 125 Emailstimmen waren.

Wir alle sind aufgerufen dem Achtung zu erweisen. Bei allen Beratungen und Entscheidungen haben wir Gott um sein Geleit und seine Führung gebeten. Für alle Beteiligten war das ein Akt des Vertrauens und der Demut. Jetzt nehmen wir dieses Ergebnis aus seiner Hand und bitten ihn, dass er all die weiteren Bemühungen segnen möge, die angestellt werden müssen, damit Frau Pastorin Annika Klappert im August 2021 hier in unserer Gemeinde ihren Dienst antreten kann.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte wie immer an Mitglieder des Vorstands, um genaue Informationen zu erhalten.


Vorstellung Pastorin Annika Klappert – Interview mit Pastor Dr. Gerhard Hille

Pastor Dr. Gerhard Hille (G.H.): Erzählen Sie doch mal ein bisschen über sich! Wo sind Sie aufgewachsen? Wie sieht Ihr familiäres Umfeld aus, in dem Sie groß geworden sind?

Pastorin Annika Klappert (A.K.): Gebürtig komme ich aus dem schönen Freudenberg im Siegerland Südwestfalens. Mein Vater ist Elektroingenieur und meine Mutter Erzieherin. Ich bin das Mittlere von drei Geschwistern (großer Bruder, kleine Schwester) und habe das Leben in einer Kirchengemeinde von klein auf miterlebt: Meinen Eltern war es wichtig, dass ich an den wöchentlichen Kindergottesdiensten teilnahm, später war ich dann im Mädchenkreis aktiv und habe an Jugendfreizeiten teilgenommen. Nach meiner Konfirmation war ich selbst bei der Gestaltung von Gottesdiensten beteiligt, zum Beispiel beim Schreiben und Aufführungen von kleinen Theaterszenen oder der musikalischen Begleitung in der Gemeindeband am Klavier. Auch in der offenen Jugendarbeit war ich eine Zeitlang Mitarbeiterin. Meine Eltern sind beide in hohem Maße ehrenamtlich engagiert, mein Vater im Vorsitz des Presbyteriums und in der technischen Aufrüstung der Kirche, meine Mutter im Musikteam und bei den Aufführungen des Kindergartens.

G.H.: Was hat Sie als Jugendliche und Heranwachsende besonders interessiert? Was hat Sie in dieser Zeit geprägt?

A.K.: Nach jahrelangem klassischem Klavierunterricht habe ich mir in dieser Lebensphase autodidaktisch die Liedbegleitung mit Akkorden beigebracht und durch meine Mutter die Grundlage des Gitarre Spielens erlernt. Ganze Nachmittage verbrachte ich damit, Popsongs immer wieder anzuhören und herauszufinden, wie die Harmonik funktioniert. Außerdem war ich jahrelang Mitglied im Volleyballverein, obwohl meine motorischen Fähigkeiten außerhalb der Musik eher mittelmäßig ausgeprägt sind. In dieser Phase waren natürlich auch meine Jugendfreundschaften sehr prägend für mich und der Erwerbs des Führerscheins mit 18 brachte die große Freiheit, meine Freizeit auch jenseits der heimatlichen dörflichen Strukturen zu verbringen!

G.H.: Was hat Sie dazu gebracht Theologie zu studieren?

A.K.: In den Jahren nach der Konfirmation erlebte ich immer mehr, dass mich die spezielle Frömmigkeitstradition im Umfeld meiner Heimatkirchengemeinde in meinem Fragen nach Gott eher einengte als beflügelte. Ich wollte gerne mehr über die Wurzeln und die Geschichte der christlichen Religion herausfinden und wissen, ob es auch noch andere Wege gibt, meinen Glauben zu leben. Gott sei Dank eröffnete mir das Theologiestudium genau diese Weite, die ich brauchte, um eigene Standpunkte zu finden und diese auch begründen zu können.

G.H.: Was reizt Sie in Ihrem Beruf als Pfarrerin besonders?

A.K.: Dass ich ständig interessante Menschen kennenlerne, die sich in verschiedenen Lebenssituationen befinden! Es bewegt mich wenn ich in einem Gespräch erlebe, wie sich mein Gegenüber öffnet, mich teilhaben lässt an ihrer oder seiner Geschichte, den Gedanken und Gefühlen, die gerade da sind. Andere Menschen ein Stück weit begleiten zu dürfen, sei es in freudigen Momenten wie anlässlich einer Hochzeit oder Taufe oder auch in einer Phase der Trauer oder Krankheit empfinde ich als unfassbar wertvoll und bin froh, wenn ich durch Zuhören, Schweigen, Beten oder einen Segen als Pfarrerin Beistand geben kann.

G.H.: Was hat Sie bewogen, sich auf die Ausschreibung unserer Pfarrstelle zu bewerben?

A.K.: Die Martin Luther Kirchengemeinde machte schon auf dem Papier auf mich einen unfassbar diversen und lebendigen Eindruck – es gibt hier so viele verschiedene interessante Gruppen und Projekte! Außerdem reizt mich der starke sozialdiakonische Anspruch, der die MLC prägt. Ich glaube, dass zum christlichen Glauben, neben dem gemeinsamen Beten, Singen und Bibelstudium auch der Blick auf den Nächsten außérhalb der eigenen Kirchenmauern gehört. Da würde ich gerne mittun und von Ihnen lernen.

G.H.: Welche Perspektiven bringen Sie mit und welche Schwerpunkte pastoraler Arbeit möchten Sie gerne setzen?

A.K.: Ich habe in meiner Ausbildungs- und Probedienstphase alle Felder pastoraler Arbeit in insgesamt drei verschiedenen Kirchengemeinden intensiv kennen gelernt. Dabei konnte ich selbst eigene Schwerpunkte setzen, einerseits in der Kinder- und Jugendarbeit, unter anderem mit der Organisation und Gestaltung von Kinderbibelwochen und erlebnispädagogischer Konfirmandenarbeit. Andererseits hat mir auch die Begleitung von Seniorinnen und Senioren viel Freude bereitet, zum Beispiel das regelmäßiges Gestalten von Nachmittagen in Frauenhilfe und Seniorenkreisen sowie besondere Projekte wie das Rolatorpilgern. Durch meine Arbeit mit jungen Erwachsenen zwischen 20-35 Jahren in der Studierendengemeinde Münster bringe ich zudem die Perspektive der nachwachsenden Generation von Kirchenmitgliedern mit ein, die wir schon jetzt in unseren Gemeinden in den Blick nehmen müssen, damit Kirche als Ort von Gemeinschaft und Glauben Zukunft hat.

G.H.: Was hatten Sie für einen ersten Eindruck von unserer Gemeinde nach dem „Bewerbungsmarathon“ am Wochenende des 27. u d 28. Februars?

A.K.: Ich habe mich trotz der etwas skurrilen digitalen Situation sehr schnell wohl gefühlt in Ihrer Runde und hatte durch die große Offenheit und das entspannte Miteinander das Gefühl: Hier kann ich ganz ich selbst sein! Es hat mich beeindruckt, wie in der MLC Gemeindemitglieder verschiedenster Altersgruppen und mit unterschiedlicher kultureller oder ethnischer Herkunft ganz offensichtlich ihr geistliches Zuhause gefunden haben und sich selbstständig, humorvoll und konkret in die Gemeinde einbringen.

G.H.: Was machen Sie, wenn Sie nicht in Sachen „Kirche“ unterwegs sind? Welchen Interessen gehen Sie nach?

A.K.: In meiner Freizeit verbringe viel Zeit damit, mit Freunden und meiner Familie auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn mich die Muße packt, tobe ich mich an meinen Instrumenten aus und in den Lockdownzeiten habe ich auch längere Spaziergänge im nahegelegenen Wald zu schätzen gelernt. Um der in meinem Beruf oftmals sitzenden Tätigkeit entgegenzusteuern versuche ich mich zudem mit Yoga und Pilates fit zu halten. Und ich probiere gern mit meinem Partner neue Kochrezepte aus!

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